1D Barcodes / Eindimensionale Barcodes
Barcodes im Handel: EAN (European Article Number), UPC, IAN, JAN
Der Auszeichnungs-Barcode ist International unter der Norm ISO/IEC 15420 festgelegt. Der Inhalt dieser Norm ist durch die Anwendergruppenspezifikation, in diesem Fall der Handel, in den GS1 General Specifications fixiert.
| 1D Barcodes |
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- Zeichenvorrat 0–9
- Feste Längen:
- EAN-13 mit 13 Stellen (davon eine Prüfziffer)
- EAN-8 mit 8 Stellen (davon eine Prüfziffer)
- UPC-A mit 12 Stellen (davon eine Prüfziffer)
- UPC-B, -C, -D sind zwar normiert, aber ohne praktische Bedeutung
- UPC-E definiert die Komprimierung von 11 Nutzziffern (wie UPC-A) in einen 8-stelligen Barcode, wenn die Nutzziffern bestimmte Folgen von Nullen enthalten.
- IAN (International Article Numbering) Barcode ist identisch mit EAN, der Inhalt mit EAN abgestimmt.
- JAN (Japanese Article Numbering) ebenso.
- Zusatzcodes: Gängig sind zweistellige und fünfstellige Zusatzcodes, die direkt neben dem EAN oder UPC gedruckt werden und beispielsweise für die Kodierung der Ausgabennummer einer Zeitschrift oder der gewogenen Menge bei losen Waren dienen (siehe unten). Auch ein Preis ist hier möglich, jedoch kennen Kassensysteme „ihre“ Artikel und den zugehörigen Preis in der Regel.
- Zur Darstellung sind je 4 verschiedene Balken- und Lückenbreiten notwendig, die insgesamt 32 Symbole definieren: Für die Ziffern 0-9 gibt es jeweils 3 Symbole (Codierung A, B, C), dazu kommt ein Randsymbol als erstes und letztes Zeichen, und schließlich ein Trennsymbol in der Mitte.
- Auch für die Kodierung des EAN-13 (13 Ziffern) genügen 12 Symbole. In der Literatur hat sich eine Zählung der Ziffern von rechts nach links durchgesetzt. Während die Ziffern der Stellen 1-6, darunter die Prüfziffer auf Stelle 1, mit den entsprechenden Symbolen aus dem Satz C gedruckt werden, werden die Ziffern 7-12 aus Symbolen aus A und B codiert, und zwar in einer Abfolge, aus der sich eindeutig die 13. Ziffer ergibt. Das ist die vorderste Ziffer. Meist steht die Nummer im Klartext darunter, und man sieht die 13. Ziffer dann links neben dem Barcode.
Es empfiehlt sich, diese Codearten nur im Zusammenhang mit einer gültigen EA-Nummer einzusetzen, da ansonsten das Risiko von Verwechslungen sehr hoch ist. Norm-konform ist aber auch der Einsatz von EANs auf abgegrenztem Raum (Inhouse-EANs), die mit der Ziffer 2 beginnen und ansonsten frei nach Bedarf des Anwenders mit Ziffern gefüllt werden. Wegen möglicher Überschneidungen empfehlen sich solche Barcodes nicht, wenn mehrere Geschäftspartner beteiligt sind, etwa im Großhandel.
Unterarten
- ISBN und ISSN werden im EAN-13-Code kodiert:
- Bei den 10-stelligen ISBNs wird die letzte Ziffer (die Prüfziffer des numerischen ISBN-Codes) entfernt, eine 978 vorangestellt und die Prüfziffer des Barcodes angehängt → 13-stelliger Code.
- Bei ISSNs (für Zeitschriften) wird ähnlich wie bei den ISBNs verfahren: es wird jedoch die 977 vorangestellt, worauf dann die sieben Ziffern der ISSN folgen (also ohne die Prüfziffer). Die Ziffern 11 und 12 können für Spezial- oder Doppelausgaben verwendet werden. Bei Nicht-Verwendung sind diese Reserve-Ziffern jeweils „0“. Die dreizehnte Stelle ist die Prüfziffer gemäß der EAN-Richtlinien.
- Add-On-Codes können den EAN-13-Code für ISBN und ISSN ergänzen. Die Add-On-Codes sind vom EAN-13 durch eine Ruhezone abgesetzt und enthalten entweder zwei Ziffern (Heftnummer, Ausgabe) oder 5 Ziffern (Preis ohne Komma, keine Währungsangabe), ohne dass eine weitere Prüfziffer angehängt wird.
2/5 Familie
Zeichenvorrat 0-9
- 2/5 Interleaved, ist nur mit gerader Ziffernanzahl verwendbar. Er sollte immer mit Prüfziffer verwendet werden. Er hat eine hohe Informationsdichte, d.h. auf kleinem Raum können viele Ziffern untergebracht werden.
Der 2/5 Interleaved ist in der Norm ISO/IEC 16390 spezifiziert. Oftmals findet man auch die Bezeichnung ITF für Interleaved 2 of 5 - Interleaved Two of Five.
Nur noch selten verwendete Unterarten:
- Industrial
- Matrix
- 3 Striche Datalogic
- invertiert
- IATA
Die Unterarten sind nicht normiert sondern durch firmenabhängige Spezifikationen definiert.
Interleaved 2 of 5
| Interleaved 2 of 5 |
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Code 39
| Code 39 |
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Der Code 39 ist ein älterer alphanumerischer Code. Er ist weit verbreitet in der Industrie. Beispielsweise in der Automobil- (bei den VDA-Versandetiketten) oder in der Pharmaindustrie (PZN-Code oder Code 32). Bei der Pharmazentralnummer (PZN) wird er häufig eingesetzt, da er wegen seiner großen Drucktoleranzen einfach herzustellen ist. Bei dieser Codeart entspricht ein Zeichen Klarschrift einem Zeichen Barcode. Start- und Stoppzeichen werden jeweils durch ein * dargestellt.
Der Code 39 ist in der ISO/IEC 16388 spezifiziert.
Unterarten
- Standard Code 39 (Zeichen A-Z, Ziffern 0-9, sowie die Sonderzeichen $%/+-.)
- Erweiterter Code 39 (Zeichen A-Z, a-z, 0-9, sowie einige Sonderzeichen). Der komplette ASCII-Zeichensatz ist möglich, allerdings mit geringerer Informationsdichte, da jeweils zwei Zeichen für ein Klarschriftzeichen benötigt werden.
- Code 32 (Zeichen A-Z, Ziffern 0-9) (italienischer Pharmacode - Artikelnummer für Pharmaprodukte)
Code 93
| Code 93 |
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Zeichenvorrat A-Z, 0-9, einige Sonderzeichen
- Der Code 93 ist als Weiterentwicklung aus dem Code 39 entstanden. Der Codeaufbau ähnelt allerdings mehr dem Code 128, und der Zeichenvorrat entspricht dem ASCII Zeichensatz. Der Code 93 erreicht bei alphanumerischer Codierung die höchste Zeichendichte bei linearen Strichcodes.
Norm: ANSI/AIM BC5 1995
Diese Codeart hat in Europa so gut wie keine Bedeutung.
Code 128
| Code 128 |
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Der Code 128 löst heute langsam den Code 39 ab, da die Informationsmöglichkeiten in diesem Code wesentlich größer sind. Es können bei einer gleichzeitig hohen Informationsdichte alle Zeichen zwischen ASCII 0 bis ASCII 127 dargestellt werden. Dabei werden gleiche Symbole für mehrere Zeichen gleichzeitig verwendet. Diese werden jedoch durch Umschaltzeichen am Anfang des Codes oder vor einem Block dargestellt (Zeichensatz A, B und C).
Der EAN128 ist eigentlich kein Barcode, sondern eine Datenstruktur für die Logistik, die als Transportmedium (physical layer) den Code 128 definiert. Das Protokoll ist auch EDI (Electronic Data Interchange)-fähig mittels EANcom. Das Sonderzeichen FNC1 nach dem Startzeichen definiert den EAN128 eindeutig. Durch die Umbenennung der EAN-Organisationen in GS1 (Global Standards 1) wird der EAN128 jetzt auch als GS1 128 bezeichnet. Inzwischen wird die EAN128-Datenstruktur auch mit anderen Codearten verwendet (RSS, DataMatrix).
Norm Code128: ISO/IEC 15417 EAN128-Datenstruktur und Größenrestriktionen sind in den GS1 General Specifications definiert.
Norm: ISO/IEC 15417